Georg Walz lebt in Wolfratshausen (DE). Lyrik und Kurzprosa, Satire und Humor, Fach- und Sachbuch, Grafik und Zeichnung. Diverse Bücher und Veröffentlichungen in Literaturzeitschriften.
Georg Walz
Menschen
Menschen
sind die Vielfalt der Steine am Flussufer
nebeneinander spricht keiner
trotzdem hören brechende Wellen
in der Ferne das Klagelied
in den Kronen der Bäume
wiegt sich
der Irrsinn künftiger Kriege
Ernte der Schlachtfelder
bedeckt schlafende Augen
unter Sternen
die erloschen
mit herausgerissenen Worten
für immer stumm bleiben
Facetten
Facetten
laufen aus dem Licht
in tönerne Krüge
die zerbrochen
auf dem Tisch der Jugend
stehen auf zwei hölzernen Stelzen
ohne in der Sonne
am Morgen
die Tage zu zählen
die in die Jahre gekommen sind
Facetten
laufen aus dem Licht
in künftige Zeiten
die scheinbar
auf die Zukunft deuten
wachsen in den gläsernen Himmel
ohne den Sternen
am Abend
die Show zu stehlen
die ihren Glanz verloren haben
Augenblicke
Ich werfe
Augenblicke
aus dem hölzernen Fensterrahmen
in den Hinterhof
gestern noch
las ich
aus dem bunten Buch
abgefallene herbstliche Buchstaben
die im Sommer
wie reifes Obst
in tiefverschneite Landschaft fallen
damit alte Wasser
zurück zur Quelle fließen
um den Ursprung des Lichtes
im Feuer zu sehen
Tautropfen
Gräser
weinen Tränen
im ersten Schimmer des Tages
stiehlt sich die Nacht
über Pflastersteine hüpfend davon
auf Ästen verschlafener Bäume
spielen Affen
das endlose Spiel der Liebe
sehen
dem Hasten der Menschen
gegen die Uhrzeit in stampfenden Hallen
die lautlos
im Rauschen der Blätter
ergrünen
nach
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